Röntgen-Mess-Rolle: Von der Idee zum Produkt (ZWP – Zahnarzt Wirtschaft Praxis 12/2015)


Für die Berechnung der räumlichen Gegebenheiten anhand von Orthopantomogrammen(OPG) waren bisher die initiative Situationsabformung sowie die Herstellung einer Röntgen-Mess-Schablone unverzichtbar. Dank der Neuentwicklung der Röntgen-Mess-Roll (RöMeR) durch Dr. Heinrich Middelmann, Zahnarzt und Implantologe aus München, fällt dieser zeit- und kostenaufwendige Zwischenschritt künftig weg.

Auslöser der Entwicklung war die Erkenntnis des Erfinders, dass kein Mensch beim Zahnarzt Angst vor Watterollen hat und diese somit ideal als Träger für die Metallkugel geeignet wären. Es gibt kein Verrutschen oder verschlucken und die Watterolle fixiert die Kugel in optimaler Weise.

Nach Fertigstellung des finalen Produktes schien überraschenderweise von Industrieseite kein Interesse zu bestehen. Erst nach Kontaktaufnahme zur MaiMed GmbH ging es voran: Das Unternehmen war begeistert und so wurde aus der Idee letztlich doch noch ein massentaugliches Produkt. Eindeutiger Vorteil der Röntgen-Mess-Rolle: Sie ist bei jedem OPG, auch wenn kein Zahnersatz geplant ist, einsetzbar. Dadurch können auch bei anderen röntgenologischen Befunden, wie z.B. Zysten oder Weisheitszähnen, die genaue Position, die Größe und die umliegenden Strukturen ad hoc bestimmt werden. Sollte sich herausstellen, dass ein Implantat gesetzt werden muss, so ist es bereits beim ersten Termin möglich, den Patienten vollumfänglich zu beraten. Das vermittelt Kompetenz, spart Kosten und Zeit minimiert die Strahlenbelastung des Patienten, erhöht die eigene Produktivität, sorgt für Sicherheit im Hinblick auf Forensik und schafft letztendlich Vertrauen und nachhaltige Kundenbindung.

Diesen Artikel finden Sie in der Fachtzeitschrift ZWP – Zahnarzt Wirschaft Praxis Ausgabe 12/2015.